Starke Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Industrie sind der Motor der deutschen Wirtschaft. Forschungsergebnisse mit Innovationspotenzial können so schnell und erfolgreich auf den Markt kommen. Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben sich deshalb in großen regionalen Netzwerken zusammengeschlossen und arbeiten an neuen Produkten und Dienstleistungen. Das BMBF unterstützt die leistungsfähigsten Cluster, um Schlüsseltechnologien marktnah zu entwickeln. Jetzt stehen die Gewinner des Spitzencluster-Wettbewerbs 2010 fest: Neben dem »EffizienzCluster LogistikRuhr«, dem »Software-Cluster« – vertreten sind hier die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland – sowie den bayerischen Clustern »Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg« und dem »Münchner Biotech Cluster – m4« gehört Baden Württemberg mit dem Cluster »MicroTec Südwest« zu den Siegern des 2009 gestarteten Wettbewerbs.
»MicroTec Südwest« – ein starker Wirtschaftsfaktor für Baden Württemberg
Mikrosystemtechnik ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für den Südwesten Deutschlands. Die mehr als 330 Partner des Clusters, darunter Konzerne, mittelständische Unternehmen, Hochschulen, Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen, arbeiten branchenübergreifend an Hightechlösungen für die Mikrosystemtechnik. Sie möchten sich mit ihren Kompetenzen eine weltweite Spitzenstellung in der Miniaturisierung und bei der intelligenten Systemintegration erarbeiten. – Gerade intelligente Lösungen in der Mikrosystemtechnik sind die Basis für viele Anwendungen: Die Projekte tragen dazu bei, Produkte und Service in den Bereichen Umweltschutz, Energieeffizienz, Mobilität, Gesundheitsversorgung und vielen mehr zu verbessern.
Zu den Akteuren von »MicroTec Südwest« gehören die Fraunhofer-Institute für Angewandte Festkörperphysik IAF, für Chemische Technologie ICT, für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB und für Produktionstechnik IPA; außerdem die Freiburger Fraunhofer-Institute für Physikalische Messtechnik IPM, für Solare Energiesysteme ISE, für Werkstoffmechanik IWM sowie für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut EMI. Die meisten Institute sind zugleich Mitglieder des Vereins Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V.
Fraunhofer IPM: energieautarke Gassensoren für die Logistik
Fraunhofer IPM koordiniert in der ersten Förderphase mit »SSI-Sens-RFID« eines von sechs Projekten. Zusammen mit den Partnerfirmen Micropelt GmbH, Scemtec Transponder Technology GmbH und J. Dittrich Elektronik GmbH werden spezielle RFID-gestützte kolorimetrische Gassensoren entwickelt. Diese sollen in Logistik und Produktionskontrolle als fernabfragbare und energieautarke Sensoren eingesetzt werden. »SSI-Sens-RFID« läuft über drei Jahre und umfasst ein Volumen von zwei Millionen Euro.